In der Konfirmation wird dem heranwachsenden jungen Menschen noch einmal in besonderer Weise der Segen Gottes zugesprochen. Im Wort Konfirmation steckt wie im Wort Firmung das Lateinische Wort firmare drin, was so viel wie stärken oder bestärken heißt. Dem Fest der Konfirmation geht ein einjähriger Kurs voraus, in dem sich junge Menschen in der Konfirmandengruppe auf altersgemäße Form mit den Grundfragen des Lebens und des christlichen Glaubens auseinandersetzen. Der Kurs ist auch als eine intensive Zeit des Kennenlernens verschiedenster kirchlicher Aktivitäten und Einrichtungen gedacht. Es zeigt sich, dass viele junge Leute dieses eine Jahr der Konfirmandenzeit im Rückblick oft als sehr prägend für sich selbst einstufen. Das Fest der Konfirmation hat im Leben evangelischer ChristInnen generell einen hohen Stellenwert.
Die Evangelische Kirche legt Wert darauf, dass eine Entscheidung für – oder auch gegen – die Konfirmation von den jungen Menschen eigenverantwortlich getroffen und nicht von den Eltern diktiert wird. Geht es doch mit der Konfirmation auch um eigenes Ja zum christlichen Glauben. Aus diesem Grund kann die Konfirmation frühestens nach Vollendung des 14. Lebensjahres erfolgen, jenem Zeitpunkt, in dem nach österreichischem Recht die Religionsmündigkeit erreicht wird.
Heinz Liebeg