“... und der Fremdling, der in deinen Toren ist.“
Die biblische Verankerung des Themas bildet die Grundlage und die Zielrichtung für die Verpflichtung und das Engagement der Kirchen und somit aller ChristInnen. Aus dem Geist des Evangeliums treten sie für Menschen ein, die in ihren Rechten, ihrer Würde, ihrem Wohlergehen oder ihrer Existenz bedroht sind.
Die Bewährung von Nächstenliebe, Solidarität und Gerechtigkeit gegenüber Fremden gehört zum Elementarsten einer Sozialkultur. Unsere Kirche wird ihren Beitrag dazu unbeirrt weiter leisten (siehe auch Resolution/Superintendentialversammlung Peggau).
Die gesellschaftliche Diskussion und die politischen Entscheidungen im Bereich von Migration, Flüchtlingen und Asylsuchenden müssen sich in erster Linie am christlichen Menschenbild, an den allgemeinen Menschenrechten und an den Grundformen einer gerechten Sozialordnung orientieren. Die Bekämpfung der Fluchtursachen, nicht der Flüchtlinge muss Priorität haben.
Fremdenangst und fremdenfeindliche Gewaltbereitschaft sind zu einem Großteil darauf zurückzuführen, dass die Entwicklung der Zuwanderung nicht aktiv gestaltet wurde. Inhumanes Vorgehen, indem fortgeschritten integrierte AsylwerberInnen, oft nach jahrelangem Asylverfahren, dann letztendlich doch abgeschoben werden, wird von unserer Kirche auf das Heftigste kritisiert. Asylverfahren gehören gekürzt und gleichzeitig der „Humanitäre Aufenthalt“ zugänglicher gemacht.
“Ich war fremd und ihr habt mich beherbergt.“
Inge Frei