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Das in der Gemeinde Murau gelegene Museum zeigt die Ausstellung "Fünf Jahrhunderte evangelischer Glaube in der Steiermark". Auf zahlreichen Wandtafeln und mit zeitgenössischen Objekten werden die fünf großen Abschnitte der Entwicklung des evangelischen Lebens in der Steiermark dargestellt.
Die Ausstellung beginnt mit der Ausbreitung der Reformation Martin Luthers im 16. Jhdt. in der Steiermark und ihrem Einfluss auf das hiesige Schulwesen. Es folgt die Zeit der Gegenreformation, in welcher der evangelische Glaube ab 1600 so weitgehend unterdrückt wurde, dass er nur an entlegenen Orten als Geheimprotestantismus überleben konnte. Der evangelische Adel hatte ab 1628 großteils das Land verlassen. "Akatholische" Bauern, die keine legale Auswanderungsmöglichkeit hatten, wurden bis in die letzten Regierungsjahre Maria Theresias polizeilich verfolgt und in entlegene Provinzen deportiert.
Erst das Toleranzpatent von Josef II. (1781) gestattete wieder eine - noch eingeschränkte - Ausübung des evangelischen Glaubens. Viele der Beschränkungen fielen 1848, doch folgten unter Kaiser Franz Joseph und im Ständestaat neue Diskriminierungen. Erst mit dem Protestantengesetz (1961) erreichte die evangelische Kirche die volle Gleichstellung mit der katholischen Kirche.
Das Museum befindet sich im Untergeschoß der evangelischen Elisabethkirche, in der Marktgasse 1 am Rindermarktsteg. Es ist von der Murpromenade unmittelbar - auch für Rollstuhlbenutzer - zugänglich, aus der Altstadt durch die Anna-Neumann-Straße und die Marktgasse über eine Treppe.
Das Museum ist von Anfang Juni bis Anfang September jeden Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr und jeden 2. und 4. Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst (ab ca. 10:00 Uhr) geöffnet, ebenso nach Vereinbarung mit Herrn Helmut Markel.
Kontakt:
Evang. Diözesanmuseum
Marktgasse 1
8850 Murau
Tel.: (0664) 556-32-09
E-Mail: markelih@gmx.at (Helmut Markel)