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Virtuelles Gedenken - Gedenk- und Befreiungsfeiern 2021

Der diesjährige Themenschwerpunkt widmet sich der Vielfalt an Opfergruppen, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden. Die größte Häftlingsgruppe im KZ Mauthausen waren „politische“ Häftlinge und aus rassistischen Gründen Verfolgte. Die einem Häftling zugeschriebene „Kategorie" bestimmte seine Überlebenschancen. Am untersten Ende dieser Rangordnung befanden sich die als „Juden“, „Zigeuner“ und „Homosexuelle" stigmatisierten Häftlinge sowie die sowjetischen Kriegsgefangenen und viele andere slawische Häftlingsgruppen.

Der nationalsozialistischen Mordmaschinerie fielen auch sehr viele zum Opfer, die der nationalsozialistischen Gesinnung nicht folgen wollten, sei es aus politischer und/oder religiöser Überzeugung. Grundsätzlich war jede Person, die im weitesten Sinn „anders“ war, von Ausgrenzung, Verfolgung bis hin zur Ermordung bedroht. Auch heute werden Menschen noch immer in Gruppen kategorisiert. Diskriminierung, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus sind gesamtgesellschaftliche Probleme. Einer Zunahme rassistisch motivierter Polizeiübergriffe sowie Gewalt und Diskriminierung gegen Frauen und Homosexuelle und rechtsextreme Straftaten auf der einen Seite, stehen internationalen Solidaritätsbewegungen wie „Black Lives Matter“ oder „Me too“ gegenüber, die Menschen aus ihrer Apathie und dem Mitläufertum wachrütteln.

 

Superintendent Mag. Wolfgang Rehner engagiert sich mit seinem Statement zum Jahresthema „Vernichtete Vielfalt“: Hier geht’s zum Video